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1 Einleitung1.1 ProblemaufrissDie Warenbeschaffung erfolgt heutzutage immer häufiger über das Internet. In der Vergangenheit galt ein Online Shop nur als Alternative zu den traditionellen Betriebsformen des Handels. Heute gelten hingegen jene Unternehmen am erfolgreichsten, welche dem Kunden mehrere Vertriebsschienen anbieten: Distribution über das Internet, sowie auch auf dem traditionellen Weg. Der neue Vertriebskanal im Internet gibt dem stationären Handel, als auch dem Versandhandel viele neue Möglichkeiten, welche zu einem erheblichen Wettbewerbsvorteil führen können.1 Seit den 70er Jahren bis heute hat die Logistik schwerwiegende Veränderungen durchgemacht. Früher lag der Schwerpunkt der klassischen Logistik im Effektivitätswettbewerb, dann wurde durch Porter3 in den 80er Jahren die Qualitätsführerschaft fokussiert, welche als Wettbewerbsstrategie genutzt werden konnte. In den 90er Jahren wurde es immer wichtiger schnell und flexibel auf die Veränderungen des Marktes reagieren zu können. Wertschöpfungsketten wurden aufgebaut und optimiert. In den 2000er Jahren wurden dann globale Netzwerke aufgebaut, welche immer weiter optimiert werden.4 Vor allem auf Anbieterseite stellt sich häufig die Problemfrage, welche der Möglichkeiten für die Versendung der Güter angeboten werden kann und welche Vor- und Nachteile die gewählte Möglichkeit womöglich mit sich bringt. Eine gründliche, oft zeitaufwändige Auseinandersetzung mit dem Thema und im weiteren das Abwägen der Vor- und Nachteile auf Kunden- und Lieferantenseite bleibt häufig nicht aus. Mit dieser Problematik beschäftigt sich diese Arbeit im engeren Sinn. Weiters werden auf Anbieterseite und auch auf Kundenseite Kriterien sowie Kundennutzen erfasst, welche in die Wahl des Distributionsprozesses einfließen. 1.2 ZielsetzungDas Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die verschiedenen Möglichkeiten der Distributionsprozesse im offline und online Bereich herauszuarbeiten, zu beschreiben und deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Ein folgender Vergleich dieser Möglichkeiten basiert einerseits auf den Kundenanforderungen und andererseits auf den Lieferantenbedürfnissen.1.3 AbgrenzungDer Distributionsprozess lässt sich generell von verschiedenen Blickwinkeln, wie beispielsweise aus Prozesssicht, Marketingsicht oder aus Sicht der Technologie, beleuchten. In dieser Arbeit wird die Distribution beginnend beim Bestellungseingang bis hin zum Leistungserhalt des Beziehers, aus der Prozesssicht ausgearbeitet. Das bedeutet, dass eine detaillierte Behandlung des Prozesses aus dem Marketing oder der dahinter steckenden Technologie, nicht Teile dieser Arbeit ist. Diese Bereiche werden nur, wo es notwendig ist, zu Erklärungszwecken für ein besseres Verständnis herangezogen.1.4 Aufbau der ArbeitDas Kapitel 2 setzt sich mit den verschiedenen offline Möglichkeiten von Distributionsprozessen sowie deren Vor- und Nachteile auseinander. Es werden die einzelnen Prozessschritte der verschiedenen Möglichkeiten aufgeschlüsselt und weiters wird aufgezeigt, wie die Ware auf traditionellen Weg vom Händler zum Endkunden gelangt. Der letzte Punkt in diesem Kapitel geht auf die digitalen Daten ein, welche auch offline übertragen werden können.
1 Vgl. http://www.handelsverband.at/files/710264/Hv_302.pdf [Stand 18.11.2007]. |


